Jens Nacke fordert Masterplan für das Zwischenahner Meer

Nachhaltige Sanierung muss alle Interessen berücksichtigen

27.04.2022, 11:29 Uhr | Neele Hemmieoltmanns/Jörg Brunßen | Bad Zwischenahn

Der CDU-Landtagsabgeordnete Jens Nacke fordert einen „Masterplan Zwischenahner Meer“ und will damit die Sanierung des Zwischenahner Meeres in Gang bringen.


Der Algenwuchs belastet immer wieder sichtbar den Ökohaushalt des Gewässers. Darunter leiden vor allen Dingen die Flora und Fauna sowie Anwohner/innen und wegen bestehender Auflagen auch die umliegenden Landwirte.

Jens Nacke schlägt vor, dass unter Beteiligung aller Interessent/innen ein Maßnahmenplan entwickelt werden soll. Kommunen, Wasserverband, Landwirte/innen, Naturschutzverbände, Fischereivereine und der Tourismus haben großes Interesse an einer nachhaltigen Lösung. „Bisher wurde immer nur an den kleinen Schrauben gedreht, wir brauchen jetzt aber eine große Lösung“, so Jens Nacke.

Der „Masterplan Zwischenahner Meer“ soll Bestandteil des nächsten Regierungsprogrammes werden und die Interessen und Maßnahmen für die Sanierung des Gewässers koordinieren. Dabei solle das Amt für Regionalentwicklung in Oldenburg die Koordination der Maßnahmen und Interessennübernehmen.

Um den Masterplan erfolgreich umsetzen zu können, hat Jens Nacke nun einen Entwurf verfasst. „Bürgerinnen und Bürger sollen durch ein transparentes Beteiligungsverfahren die Möglichkeit bekommen, ihre Ideen jederzeit in das Verfahren einbringen zu können“, erläuterte Jens Nacke. „Der Masterplan muss wesentlich die Sanierung der Zuläufe zum Zwischenahner Meer umfassen“, erklärte Jens Nacke.
Aus zurückliegenden Untersuchungen geht hervor, dass ein Großteil der Nährstoffe über Zuläufe aus der Stadt Westerstede z.B. der Otterbäke und der Gemeinde Wiefelstede ins Zwischenahner Meer gelangt. Bisher erfasste Maßnahmen zeigen nicht den gewünschten Erfolg, wie beispielsweise die Düngungsauflagen für Landwirte. Folglich mindere dies hauptsächlich den Ertrag auf den landwirtschaftlich genutzten Flächen. Nun müsse das Land Niedersachsen, dem auch das Zwischenahner Meer gehört, eingreifen.
aktualisiert von Jörg Brunßen, 27.04.2022, 11:36 Uhr