Neuigkeiten aus dem Ammerland

27.07.2016, 15:51 Uhr | Jörg Brunßen
Landwirte leiden unter schwachen Milchpreisen
Jens Nacke besuchte Molkerei, Edeka-Vertrieb und Landwirtschaft
Der niedrige Milchpreis von derzeit etwas über 20 Ct/l macht auch vielen Ammerländer Landwirten zu schaffen. Viele Betriebe haben Liquiditätsprobleme und sehen besorgt in die Zukunft; der Strukturwandel dürfte sich verstärken, wenn auch gut aufgestellte Betriebe das Handtuch werfen. Um wieder Eigenkapital bilden zu können, ist ein Milchpreis von 32 bis 35 Ct je kg Milch erforderlich.
Zum Bild: Thorsten Cordes (Geschäftsführer Landvolk Ammerland), Jens Nacke (Ammerländer Landtagsabgeordneter) besuchten den Milchbetrieb Hots GbR in Westerstede. Rechts Heino Hots
Ammerland - Um sich ein umfassendes Bild von der derzeitigen Situation zu machen, suchte der Ammerländer Landtagsabgeordnete Jens Nacke in der letzten Woche das Gespräch mit Beteiligten. Er führte Gespräche mit dem Geschäftsführer der Molkerei Ammerland, Ralf Hinrichs, und der Leiterin der Vertriebsschiene Edeka in der Region Nordwest Marie Ubben. Auch ein Besuch zusammen mit dem Geschäftsführer des Ammerländer Landvolkverbandes, Thorsten Cordes, auf dem Milchbetrieb Hots in Petersfeld stand auf dem Programm des Wiefelsteders. Einigkeit bestand darin, dass neben einer zu großen Milchmenge nach dem Quotenende das Russland-Embargo und der schwächelnde China-Markt zu den niedrigen Preisen geführt haben. Das lange Preistal scheint jetzt langsam überwunden, der Milchpreis könnte in den kommenden Monaten wieder leicht steigen. „Neue Märkte und hochwertige Produkte wie Weidemilch könnten dabei helfen“, so Jens Nacke.
aktualisiert von Jörg Brunßen, 23.06.2017, 11:25 Uhr